Fokus: Flüchtlingspolitik

Diese Informationen sind nicht mehr auf dem allererneuesten Stand. Für die aktuellste Übersicht siehe: https://www.facebook.com/events/1905917959459923/

Samstag, 11:30-13:30 Uhr

Der Fokus der meisten Workshops/Vorträgen in diesem Slot liegt auf dem Thema Flüchtlingspolitik. Nähere Informationen, weitere Workshops und Rauminformationen werden laufend ergänzt!

FLÜCHTLINGSPOLITIK

Fabian Georgi – Zur Kritik des Festungskapitalismus. Materialistische Perspektiven auf deutsche und europäische Migrationspolitik [Vortrag&Diskussion]

Die gegenwärtigen Tendenzen in den Migrationsregimen Europas und der USA laufen auf einen ›autoritären Festungskapitalismus‹ hinaus: Während ein großer Teil der Weltbevölkerung, ungleich verteilt, in Elend und Perspektivlosigkeit lebt, sind deutsche Regierung, Europäische Kommission und Trump-Administration bemüht, ihre Inseln relativen Wohlstands repressiv und festungsgleich nach innen und außen abzusichern.

Weltbevölkerung, ungleich verteilt, in Elend und Perspektivlosigkeit lebt, sind deutsche Regierung, Europäische Kommission und Trump-Administration bemüht, ihre Inseln relativen Wohlstands repressiv und festungsgleich nach innen und außen abzusichern.
Der Vortrag analysiert diese Tendenzen aus der Perspektive kritischer Staatstheorie und materialistischer Grenzregimeanalyse. Im Mittelpunkt steht die Frage, auf welche Weise Migrationspolitik und kapitalistischer Ökonomie verflochten sind: Auf Basis welcher gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen zwischen linksliberalen, rechtskonservativen und neoliberaler Akteure agiert deutsche Regierung seit dem ›Sommer der Migration‹ 2015? Welche ökonomischen Interessen stehen hinter der Regulation von Migrationsbewegungen, um die so heftig gekämpft wird?

Der Vortrag zeigt, wie Migrationspolitiken durch widersprüchliche Verhältnisse bestimmt werden. Einerseits macht eine materialistische Kontextualisierung deutlich, dass Migration und Flucht häufig eigensinnige Reaktionen auf kapitalistische Krisenprozesse sind, Ausdruck der Weigerung von Menschen, deren negative Folgen für sich zu akzeptieren. Zugleich dienen die oft scheiternden Versuche, Migration zu steuern, der Regulierung des globalen Arbeitsmarktes, also der Optimierung von Wachstum und Verwertung. Der gegenwärtig an Kraft gewinnenden Impuls zu Restriktion und Abschottung entsteht aus Rassismus und aus dem strukturellen Chauvinismus national organisierter Sozialsysteme. Diese sind notwendig, um die Stabilität und Hegemonie kapitalistischer Verhältnisse zu garantieren, doch sie können nur funktionieren, wenn ein Großteil der globalen Arbeiter_innenklasse aus ihnen ausgegrenzt wird.

Dr. Fabian Georgi, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaften der Philipps-Universität Marburg, forscht und habilitiert zu Migrations- und Grenzregimen im globalen Kapitalismus.

Kosmoprolet – Thesen zur Flüchtlingskrise [Vortrag&Diskussion]

– Ankündiger folgt –

Die Zeitschrift Kosmoprolet ist keiner bestimmten Tradition verpflichtet, bezieht seine historischen Einflüsse jedoch aus den dissidenten Teilen der kommunistischen Linken und der radikalen Bewegungen, die gegen Staatsgläubigkeit und Parteifetisch die Autonomie gesetzt haben. Dieser Impetus ist in Zeiten periodisch auftretender Staatsvertrottelung auch der radikaleren Linken mehr als notwendig.

Sea Watch – Flucht übers Mittelmeer und das Projekt Sea Watch [Workshop]

– Ankündiger folgt –